Schützenverein 
 
Gompitz e.V. 

Tradition der Schützenvereine

Die Ursprünge der Schützenvereine liegen in der Zeit der Hussitenkriege, als sich die Bürger an der Verteidigung der Stadt beteiligen mussten.
Armbrust- und Büchsenschützen waren gefürchtet. Schützengesellschaften genossen hohes Ansehen und wurden vom Landesherrn gefördert.

Im Dresdner Stadtgraben zwischen der jetzigen Schießgasse, Landhausstraße und Ringstraße durften sie üben.
Vermutlich war es Kurfürst Friedrich der Sanftmütige, der 1446 die Dresdner Bogenschützengesellschaft privilegierte.
Die alljährlichen Pfingstschießen (später Vogelwiesen) hatten großen Zulauf und galten schließlich als ein geselliger Höhepunkt im städtischen Leben. Vor allem die Landesschießen mit Teilnehmern aus anderen Städten wurden aufwendig inszeniert.
Die Schießwettbewerbe wurden von Vergnügungen begleitet wie Kegeln, Würfelspielen, dem Auftritt erzgebirgischer Bergsänger, Wettläufen, Stangenklettern und Schwerttänze sowie Fechtvorführungen.
Freibier für die Schützen
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die Schützenfeste 1660 unter Kurfürst Johann Georg II. wieder aufgenommen. Der Kurfürst spendierte den Schützen Freibier sowie ein Wein- und Wildbret - Deputat und stiftete eine neue Kette für den Schützenkönig.
Die Alte von 1513 war eingeschmolzen worden. Die jeweiligen Schützenkönige sollten ihr immer einen neuen Anhänger hinzufügen. 1891 wurde die Kette mit 15 Medaillons im Stadtmuseum ausgestellt.
Ein 1699 auf Weisung August des Starken ausgetragenes Schießen übertraf indes alle vorangegangenen Schießfeste.


 

Bild: Friedrich Kind, Taschenbuch zum geselligen Vergnügen (Leipzig: Gleditsch 1809-1818)